„Du bist die Welt!“

„Du bist die Welt““, ist ein Statement, das man mittlerweile aus vielen Mündern hören kann.

Wenn ich es höre, denke ich an Jiddu Krishnamurti, der diesen kurzen Satz bereits vor vielen Jahrzehnten in seiner ihm eigenen Art des überzeugten Nachdrucks gegenüber seinen Zuhörern formulierte.
Er spielte darauf an, dass sich die Wesenheit Mensch zwar aus Milliarden von Individuen zusammensetzt, im Grunde aber ein Wesen ist.

Welche Bedeutung könnte diese Einsicht – sofern man sie als richtig akzeptieren mag – für Menschen haben?

Ganz sicher kann es bedeuten, dass alle Eigenarten und Wesenszüge aller Individuen, in jedem Individuum in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden sind.

Das würde bedeuten, dass ich ein Urteil, das ich über ein anderes Individuum fälle, im selben Moment auch über mich selbst fälle.

Es würde ebenso bedeuten, dass alle Unterschiede, die ich zwischen mir und anderen Menschen erkenne, keine grundlegenden Unterschiede sind, sondern nur der Ausdruck unterschiedlicher Ausprägungen.

Es würde bedeuten, dass mir Menschen, die ich verurteile, einen Spiegel für mich selbst darstellen, in dem ich meine eigenen und bisher vielleicht unentdeckten und ungeliebten Anteile erkennen kann.

Heart-Brain-Coherence

Die Verbindung von Herz und Hirn herzustellen, ist eine sehr alte Übung. Dazu sind nur Menschen in der Lage. Die Neurowissenschaft hat festgestellt, dass im Bereich des physischen Herzens Nervenzellen vorhanden sind, die denen des Hirns gleichen. Wir denken also auch mit unserem Herzen! Diese Fähigkeit, diese beiden Zentren unseren Bewusstseins, Denkens und Fühlens zu aktivieren und zu koordinieren, aktiviert Potentiale in uns, die uns bislang verschlossen waren.

Die dreistufige Übung:

Schritt 1

Schließe Deine Augen und richte Deine Aufmerksamkeit weg von der Außenwelt und hin zu Deiner Innenwelt.
Lenke Deine Aufmerksamkeit vom denkenden Geist zum fühlenden Herzen.

Berühre Dein Herz, so, wie es für Dich angenehm ist. Die Aufmerksamkeit geht da hin, wo unser Körper eine Empfindung wahrnimmt.

Schritt 2

Verlangsame Deinen Atem ein wenig. Vielleicht 5 bis 6 Sekunden für jeweils jeden Ein- und Ausatemzug. Wenn Du langsamer atmest, weiß Dein Körper, dass Du Dich sicher fühlst und er wird Deine Biochemie dementsprechend einstellen.

Schritt 3

Nur als Mensch bist Du in der Lage, Dich für ein Gefühl zu entscheiden.In diesem Fall, während Du ruhig atmest und Deine Aufmerksamkeit beim fühlenden Herzen hast, entscheide Dich für das positive Gefühl der Dankbarkeit. Dieses Gefühl. der Dankbarkeit, das Du entstehen lässt, sendet ein Signal, das für die Koppelung von Herz und Hirn verantwortlich ist.

Verweile einige Zeit im Gefühl der Dankbarkeit, während Du weiter ruhig atmest und Deine Aufmerksamkeit bei Deinem Herzen lässt.

Am Ende der Übung nimm noch einmal einen tiefen Atemzug und öffne Deine Augen und nimm den Raum um Dich herum wahr. Spüre, was sich in Deinem Körper verändert hat.