Vier Grundlagen der Achtsamkeit

Die vier Grundlagen oder Arten der Achtsamkeit sind aus dem Buddhismus bekannt.
Ob solch eine Auflistung und Darstellung auch woanders zu finden ist, weiß ich nicht. Diese eine soll aber ausreichen.

Achtsamkeit auf

Körper (Kayanupassana)
Allgemeines Körperempfinden, Schmerz, Wohlgefühl.
Gefühl und Emotion (Vedananupassana)
Das momentane Gefühl in dieser Situation, vorherrschende Emotionen.
Die zugrunde liegende Stimmung (Cittanupassana)
Die grundsätzliche, subtile Stimmung.
Gedanken (Dhammanupassana)
Innere Bilder, Überzeugungen, Ansichten und Meinungen.

Die Betrachtung der vier Arten der Achtsamkeit entsprechen einem passiv betrachtenden Prozess der Kontemplation, während Meditation eine bewusst aktive Ausrichtung auf ein Meditationsobjekt ist.

Ganz klassisch wird Achtsamkeit mit der Konzentration auf die Bewegung des Atems geübt, wodurch sich alle geistigen Bewegungen beruhigen können.
Das ist eine gewollt einfache und wirkungsvolle Methode, welche die Achtsamkeit auf den Körper fokussiert. Die anderen Bereiche werden eher nur tangiert.

Die genannten „geistigen Bewegungen“, wie Körpergefühl, Emotionen, Gemütsstimmung und Gedanken, sind natürlich immer vorhanden. Bei der Methode der Atembetrachtung lerne ich weniger über sie, weil ich immer wieder zurück auf den Atem fokussiere. Auch werden sie nicht alle gleichermaßen und gleichzeitig bewusst wahrgenommen, sondern sie wirken oft aus dem Hintergrund, aber sie wirken! Mal ist das Eine präsenter, mal das Andere.
Wenn solch eine Bewegung im Tagesbewusstsein auftaucht, wird sie gewohnheitsmäßig bewertet, beurteilt und kommentiert. Der innere Zensor findet es dann gut, schlecht oder neutral was sich da zeigt und der Geist fragmentiert sich grob formuliert in „Ich“ und „das Andere“, wobei das „Andere“ dem entspricht was gerade auftaucht und bewertet wird.

Tatsächlich existieren „Ich“ und „das Andere“ als selbständige Formen nicht. Es sind Vorstellungen. Die verschiedenen geistigen Bewegungen, die in den vier Grundlagen der Achtsamkeit definiert werden, sind im Grunde nur eine einzige Geistesbewegung, die sich in unterschiedlicher „Schwingung“ darstellt. Es sei beispielhaft bildlich beschrieben als die selbe Form in veränderlicher Farbe oder die veränderliche Tonlage der selben Stimme.

Die vier Arten der Achtsamkeit kennen lernen

Da ist eine einfache meditative Methode, um die vier Arten der Achtsamkeit durch genaues Betrachten der vier Bereiche besser kennen zu lernen!

Ich veranschlage grundsätzlich eine gewisse Zeitspanne für meine Übung!
Vielleicht 30 Minuten, in denen ich – am besten in Meditationshaltung – nur für mich da bin.

Ich bin wach, offen und aufmerksam für mich selbst. Ich komme gewissermaßen zu Besuch zu mir selbst.

Ich rufe mir in Erinnerung, alles was in mir auftaucht, liebevoll und bewertungsfrei anzunehmen und im Geiste zu umarmen, eben so, wie eine liebende Mutter ihr Kind behandelt. Was in mir auftaucht, sind „meine Kinder“. Um es anschaulich zu machen, stelle ich mir vor, dass die vier Bereiche Familienmitglieder sind, die in vier Zimmern der selben Wohnung zusammen leben.

Ablauf

Zunächst „checke“ ich bei mir selbst ein, indem ich für ein paar Minuten aufmerksam meinen Atem begleite.

Dann wandere ich in meiner Wahrnehmung von Kopf bis Fuß durch meinen Körper und werde mir bewusst, wie er sich anfühlt.

Ich wechsele dann auf die Ebene von Gefühl und Emotion und stelle fest, welche vorherrschende Emotion oder welches Gefühl in diesem Moment präsent ist.

Als nächstes versuche ich aufmerksam wahrzunehmen, welche Grundstimmung zur Zeit in mir vorhanden ist. Das kann sehr subtil sein und wird sich vielleicht im ersten Moment nicht gleich zeigen. Das macht aber nichts.

Die wohl am einfachsten wahrzunehmende Ebene ist die der Gedanken, Bilder, Überzeugungen und Meinungen. Ich beobachte einfach entspannt, welche Gedanken und Bilder auftauchen. Es ist wie das Betrachten eines Films, ohne zu kommentieren.

Mit der zweiten Runde beginne ich wieder auf der Körperebene bis zur gedanklichen Ebene und kann nun feststellen, was sich in meinem Empfinden verändert hat.
Die Veränderlichkeit und Vergänglichkeit ist ein entscheidender Punkt bei der gesamten Übung.

Nachdem ich mich mit meinen vier Ebenen vertraut gemacht habe, warte ich für einige Momente ab, welche Ebene mich am deutlichsten zu einem „Dialog“ einlädt. Gewöhnlich werden es Gedanken und Bilder sein, die sich zunächst in den Vordergrund bringen. Ich kann aber auch bei einer anderen Ebene „nachfragen“, wie sie sich fühlt und meine Achtsamkeit dorthin verlagern.

Sehr wichtig in den Dialogen mit mir selbst ist ein liebevoller und freundlicher Umgang und aufmerksames „Zuhören“ und dann natürlich immer wieder die Wahrnehmung der Veränderungen.

Zum Schluss bedanke ich mich bei mir selbst und versuche eine Gesamtsicht darauf entstehen zu lassen, wie es sich nun nach dieser Übung in mir anfühlt.


Herz- und Herzchakra-Meditation

Die Herz- und Herzchakra-Meditation bewirkt eine Reinigung der Gefühle, Emotionen und Gedanken.

Bild: Jamie Street, lizenzfreie Bilder auf unsplash.com


Sitze in Meditationshaltung. Die Augen sind geschlossen.Zunächst mache ein paar tiefe Atemzüge und entspanne nacheinander alle Bereiche deines Körpers. Nimm dir ein wenig Zeit dafür. Spüre deinen Körper und danke ihm für das, was er für dich tut. Er ist bemüht, alles Erdenkliche für dich zu tun. Er ist dein engster Freund.
Nimm deine Gedanken als energetische Formen wahr, die von Zeit zu Zeit auftauchen, wie die Wolken am Himmel und lasse sie vorüberziehen. Schaue ihnen nicht nach. Lasse sie in Frieden gehen.“In Frieden gehen lassen“ bedeutet, kein Urteil und keine Bewertung abzugeben und es bedeutet, sich nicht auf einen Kampf einzulassen.
Nun lege deine Handflächen auf den Boden. Von deinen Handflächen und deiner Sitzfläche ausgehend, lasse Wurzeln in die Erde wachsen. Verankere sie fest mit der Erde und lasse sie sich ausbreiten. Die Erde ist deine Heimat und dein Rückzugsort. Von ihr bekommst du alles, was du brauchst. Die Erde ist deine Mutter. Von ihr kommst du und zu ihr gehst du zurück. Ihr seid fest miteinander verbunden.
Von oben fließt weißes und wärmendes Licht in dich hinein und füllt dich vollständig aus. Atme das Licht in dein Herz ein, das nach und nach immer heller zu leuchten beginnt. Lass dir Zeit damit, dieses Leuchten zu empfinden.Spüre, wie sich dein Herz zu öffnen beginnt wie eine Lotosblüte. Spüre die Freude deines Herzens über die Kraft, die du ihm gibst.
Mit dem Ausatmen beginnst du Ängste, Sorgen und andere belastende Gedanken und Gefühle auszuatmen. Du atmest sie über alle Poren deines Körpers aus. Mit dem Einatem atmest du Licht und Kraft ein.
Vielleicht kommen jetzt alte Gedanken und Gefühle hoch. Lasse diese Gedanken und Gefühle zu und atme weiterhin Licht in sie hinein. Dies ist deine annehmende Umarmung für diese Gedanken und Gefühle, die vielleicht lange abgelehnt wurden.
Mit der Öffnung deines Herzens hat sich auch dein Herzchakra in deiner Brustmitte geöffnet. Halte nun deine zu dir hin geöffneten Hände in etwas Abstand zu deiner Brustmitte und spüre dein Herzchakra. Lasse dir einen Moment Zeit, dies zu empfinden.Anschließend streiche in etwas Abstand zu deinem Körper über deine Aura, um die Lücken zu schließen.

Metta

In der buddhistischen Psychologie werden 4 Herzensqualitäten beschrieben: Diese 4 Aspekte bilden die Basis für einen freundlichen Umgang mit allen Lebewesen. Diese 4 Aspekte sind aber auch die Voraussetzung für einen wohlwollenden Umgang mit uns selbst.

  1. Liebende Güte (Metta)Bezieht sich auf die innere freundliche Ausrichtung des Herzens.Wohlwollen, Freundlichkeit, nicht besitzergreifend, keine exklusive oder romantische Liebe. Das Gute im anderen Lebewesen erkennend.
  2. Mitgefühl (Karuna) entsteht, wenn liebende Güte auf Leid trifft. Da Leid zum Leben dazugehört, hilft es uns, anderen Lebewesen mitfühlend zu begegnen. Aus dem selbstverständlichen Wunsch heraus, dass es allen Lebewesen gut gehen möge, weil jedes Wesen etwas Gutes in sich trägt, wächst angesichts des Leids der Wunsch, dass alle Lebewesen frei von Leid sein mögen.
  3. Mitfreude (Mudita) um das Leben in seiner Gesamtheit zu erfahren, nehmen wir die schönen und freudvollen Erfahrungen bewusst wahr.(„zehntausend Freuden und zehntausend Sorgen„). Wir fokussieren auf unsere eigenen Stärken und guten Anteile, um uns am Wertvollen in anderen und an ihren Freuden mitzufreuen, anstatt sie zu beneiden.
  4. Gleichmut (Upekkha) wirkt dem natürlichen Drang entgegen, an Schönem festzuhalten und Unangenehmes vermeiden zu wollen. Aus einer tiefen Verbundenheit mit allem und aus dem tiefen Verständnis der Vergänglichkeit der Dinge, kann Gelassenheit und Urteilsfähigkeit entstehen, die alles mit offenem und gleichmütigem Herzen empfangen kann. Gleichmut ist weder Gleichgültigkeit, noch Passivität oder Resignation, sondern das Fundament für Ruhe und Gelassenheit, auf dem Liebe, Mitgefühl und Mitfreude gedeihen können.

Energetische Reinigung

Diese zweiphasige Übung soll helfen, zu innerer Ruhe und Entspannung zu kommen.

Die erste Phase ist eine reine Atemübung, in der zweiten Phase nutzen wir einen Aspekt des Atems als Anker und Fokus für unsere Achtsamkeit.

Die Übung soll helfen, Habenwollen und Ablehnen, als die beiden grundsätzlichen Muster unserer Gefühle, aufzulösen und die ihnen innewohnende Energie frei und nutzbar machen zu können.
Wir nutzen dabei im Wesentlichen die Achtsamkeit auf unseren Atem in einer stabilen, aufrechten Sitzhaltung.
Für die Übung nehmen wir uns 30 Minuten Zeit und stellen uns dafür einen Wecker.

  1. Sitze aufrecht und schließe Deine Augen
  2. Beginne mit der Wechselatmung
    • verschließe mit dem Daumen Deiner rechten Hand Dein rechtes Nasenloch und atme durch Dein linkes Nasenloch etwa 5-6 Sekunden lang tief ein und denke dabei an „Diesen Energiekanal reinigen!“
    • verschließe nun Dein linkes Nasenloch mit einem Finger und atme durch das rechte Nasenloch genauso lang aus. Denke dabei an „Ablehnung loslassen!“
    • nun atme durch Dein rechtes Nasenloch wieder ein und denke an „Diesen Energiekanal reinigen!“
    • dann verschließe Dein rechtes Nasenloch und atme wieder durch das linke Nasenloch aus. Denke dabei an „Begehrlichkeit loslassen!“
    • folge diesem Ablauf für etwa 5 Minuten.
  3. Atme noch einmal tief ein und aus.
  4. Mache Dir Deine Sitzhaltung bewusst und spüre in Deinen gesamten Körper hinein.
  5. Atme ruhig und natürlich weiter, wobei Du Deine Achtsamkeit auf das Ausatmen legst.
  6. Bei jedem Ausatmen entspanne Deinen Körper immer mehr.
  7. Gehe nun dazu über, den kurzen Moment der Umkehr vom Ausatmen zum Einatmen sehr bewusst wahrzunehmen. Du kannst dabei einen kurzen Moment abwarten, bis Dein Körper von selbst wieder Einatmen möchte. Nimm diesen Umkehrpunkt genau wahr und spüre in diese Stille und Leere hinein.
  8. Wenn Gedanken auftauchen, trenne Dich von ihrem Inhalt und spüre in die Energie des Gedankens hinein. Versuche zu spüren, welche Qualität die Energie hat, aber bewerte es nicht. Vielleicht kannst Du fühlen, ob die Energie des Gedankens begehrlich, ablehnend oder neutral ist. Dann lasse die Energie los und kehre zum Atem zurück.
  9. Wenn Gefühle auftauchen, wende Dich ihrer Energie zu und erspüre, welche Qualität sie hat. Bewerte es nicht. Spüre, ob die Energie des Gefühls begehrlich, ablehnend oder neutral ist. Dann lasse die Energie los und kehre zum Atem zurück.

Awareness-Walk – meditatives Gehen

Eine weitere schöne Methode unter vielen…

…ist Awareness-Walk oder meditatives Gehen.

Das Gefühl im Herzen mit der Berührung des Bodens und der Wahrnehmung der Umgebung verbinden.

Yeshi

Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, darf Awareness-Walk zu den aktiven Methoden gezählt werden, und da sie eben eine Methode ist, darf sie nicht mit Meditation selbst verwechselt werden, eben so, wie das für alle anderen Meditations-Methoden auch gilt. Es ist lediglich eine Methode, die den Einstieg in Meditation erleichtert.

Bildquelle: Brian Mann, lizenzfreie Bilder auf unsplash.com

Beschreibung des Awareness-Walk als MP3-Audio

Das Besondere an Awareness-Walk ist, dass Du es immer und überall dort üben kannst, wo Du Fuß unterwegs bist. Du brauchst keine musikalische Begleitung und keinen Meditationsraum. Nur Du selbst und der Boden ist nötig, auf dem Du gehst.

Wie geht das nun?

Je nach Wetterlage und Bodenbeschaffenheit, kannst Du barfuß gehen oder natürlich Schuhe tragen. Das bleibt Dir überlassen. Barfuß ist die Erfahrung natürlich intensiver und um Erfahrung geht es ja. Aber entscheide selbst.

Wenn Du dann los gehst, denke daran Deine Erwartungshaltung zuhause zu lassen. Sie ist nur hinderlicher Ballast.
Meditation ereignet sich in geistiger Entspannung und eine Zukunftsausrichtung auf Erfolge oder gewünschte Erfahrungen halten die Meditation sehr nachhaltig auf Distanz.

Du gehst einfach los und spürst in Deinen Körper hinein, wie er sich anfühlt. Die Beurteilung, ob gut oder schlecht, brauchst Du jetzt nicht. Du nimmst ihn lediglich wahr wie er sich anfühlt.

Entspannen und loslassen

Dann spürst Du in die Bereiche Deines Körpers, die angespannt sind und beginnst sie bewusst zu entspannen. Fange unten an und entspanne Dich bis ganz hinauf zu Deinem Scheitel.

Nimm die Muskelbereiche wahr, die Du zum Gehen brauchst. Versuche, sie nacheinander so weit zu entspannen, wie es Dir möglich ist.

Dein Atem ist natürlich, eben so, wie es Dein Körper verlangt.

Die Perspektive wechseln

Rufe Dir in Erinnerung, dass Dein Körper eigenständig ist! Er ist natürlich eng mit Deinem Geist verbunden, aber er ist dennoch eigenständig und hat seine eigenen Bedürfnisse und folgt eigenen Regeln.
Überlasse Deinem Körper jetzt die Führung. Erlaube ihm zu gehen, wie er das möchte. Wenn Du das für Dich still in Dich hinein formulierst, wirst Du bemerken, dass Dein Körper darauf reagiert. Vielleicht will er schneller gehen oder langsamer. Folge ihm. Vertraue ihm.

Öffne Dich! Nimm wahr, was über Deine Sinne in Dich gelangt. Geräusche, die Temperatur der Luft auf Deiner Haut, das Licht, die Umgebung, die Bewegungen um Dich herum. Vielleicht magst Du Dir bewusst machen, dass Du mit jedem Atemzug nicht nur Luft einziehst, sondern Du atmest die Umgebung ein, die Teil des Universums ist wie Du selbst. Du verschmilzt mit der Umgebung. Sie ist in Dir und um Dich herum. Bewerte nichts. Nimm es einfach wahr und beobachte, was es mit Dir macht. Wenn Du Dich wirklich öffnest, werden Dir Details auffallen, die Dir vorher verborgen waren und vielleicht entsteht dabei ein spontanes Glücksgefühl. Wenn nicht, dann nicht oder vielleicht das nächste Mal. In jedem Fall wirst Du dabei den Zugang zu Deiner inneren Welt spüren.

Mit dem Herzen sehen

Konzentriere Dich nun auf Deine Herzgegend. Spüre in Deine Brust hinein, in Dein Herz. Fühle es!
Bleibe bei allem was Du siehst, hörst, spürst oder riechst in Verbindung mit dem Gefühl in Deinem Herzen. Lasse diese Wahrnehmungen verschmelzen zu einer Wahrnehmung.

Bildquelle: Wikipedia

Zu dieser umfassenden Wahrnehmung, die Du jetzt vielleicht hast, füge die Empfindung Deiner Füße im Kontakt mit der Erde hinzu, auf der Du gehst. Mit jeder Berührung Deiner Füße mit der Erde verbindest Du Dich mit ihr. Es ist Kommunikation, Austausch.

Fühle, wie sicher Dich die Erde trägt. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, dass Energie vom Boden in Deine Füße aufsteigt und sich durch Deine Beine im ganzen Körper ausbreitet. Es ist die energetische Nahrung, welche Dir die Erde schenkt. Lenke Deine Aufmerksamkeit auf Deine innere Stimme Deines Körpers. Mit dieser Stimme spricht auch die Erde mit Dir.

Mache Dir Deine Verantwortung bewusst, die Du für die Erde trägst. Die Erde ist ein lebendiges Wesen. Du bist innig mit ihr verbunden. Die selben Kräfte und Energien, die in der Erde fließen, fließen auch in Dir. Du und die Erde, ihr sorgt füreinander.

Vielleicht kannst Du diese Empfindungen Deines Körpers, die Wahrnehmungen Deiner Sinne, das Gefühl in Deinem Herzen und die Verbindung zu dieser Erde miteinander verbinden.
Wenn nicht, dann nicht oder vielleicht das nächste Mal…..

Den Awareness-Walk in seiner schönsten Form erleben wir im Wald!
Wald bietet eine beruhigende Ausstrahlung, er ist lebendig und immer frisch. Sein Boden schenkt darüber hinaus ein angenehmes Gehgefühl.
Nicht nur deshalb sollten wir den Wald schätzen und schützen. Er ist uns Menschen nämlich in gewisser Weise sehr ähnlich.
Warum, das erfährst Du hier!

Gutschein für einen Awareness-Walk

Mit dem Kauf eines Gutscheins bist Du berechtigt
an einem Awareness-Walk teilzunehmen.
Der Gutschein ist bis zur Inanspruchnahme zeitlich unbegrenzt gültig.
Beachte, dass meine Veranstaltungen i.d.R. im Raum Heidelberg (Baden-Württemberg) stattfinden!

9-fache Atmung

Reinigung der 3 Energiekanäle

Links („kyangma„): männlich, weiß (Mondkanal, Wasserelement)
Mitte („uma„): Raum, blau (Raumkanal, Raumelement)
Rechts („roma„): weiblich, rot (Sonnenkanal, Feuerelement)

Innere Haltung und Motivation
Im Alltag haben sich in meinem Geist störende Energien angesammelt.
Es sind Gedanken der Anhaftung (Gier), Ablehnung, Widerwillen, Schwermut, (Hass) und Egozentrierung (Ego).
Diese störenden Energien atme ich während der Übung durch die drei Lichtkanäle aus.

Handhaltung:
Vajra-Mudra (Daumen eingerollt. Spitze berührt Ringfinger).
Hände liegen in der Ausgangsposition im Schoß.

Bewegungen: Beim Führen der Hände zur Nase Drehbewegung ausführen.

Beschreibung des Ablaufs
Der Kanal, der beim Einatmen zugedrückt wird, wird gereinigt.

Rechten Kanal reinigen (Sonnenkanal, Feuerelement, Hass)
Rechter Zeigefinger verschließt rechtes Nasenloch und links einatmen.
Linker Zeigefinger verschließt linkes Nasenloch und durch Sonnenkanal rechts ausatmen.

3 Durchgänge:
1. leicht, 2. kräftig und 3. kurz und sehr kräftig.
Jeweils beim Einatmen den Atem unter dem Nabel halten.
(Hass, Ärger, Wut und dessen Spuren werden beseitigt. Der Liebe wird Raum gegeben.) Dann rechten Kanal visualisieren und spüren.

Wirkung auf die Physis:
Die bewusste Atmung durch den Sonnenkanal reinigt den Geist von Hass, Ärger und Wut.
Der Sonnenkanal entspricht dem Feuerelement. Durch zu viel Wut, Hass und Ärger entstehen Leber- und Gallekrankheiten und erhöhter Blutdruck.
Durch die energetische Reinigung des Sonnenkanals wird das Feuer harmonisiert.

Linken Kanal reinigen (Mondkanal, Wasserelement, Gier)
Linker Zeigefinger verschließt linkes Nasenloch und rechts einatmen.
Rechter Zeigefinger verschließt rechtes Nasenloch und durch Mondkanal links ausatmen.

3 Durchgänge:
1. leicht, 2. kräftig und 3. kurz und sehr kräftig.
Jeweils beim Einatmen den Atem unter dem Nabel halten.
(Gier, Begierde und deren Spuren werden beseitigt. Dem Mitgefühl wird Raum gegeben) Dann linken Kanal visualisieren und spüren.

Wirkung auf die Physis:
Die bewusste Atmung durch den Mondkanal reinigt den Geist von Gier, Anhaftung und Begierden.
Der Mondkanal entspricht dem Wind- und Wasserelement.
Wenn das Wasser unrein wird, entsteht Anhaftung.
Zu viel Denken erzeugt unreinen Wind.
Die energetische Reinigung des Mondkanals harmonisiert dementsprechend das Wasser- und Windelement.

Mittleren Kanal reinigen (Raumkanal, Raumelement, Ego)
durch beide Nasenlöcher einatmen und durch den Zentralkanal (Raumkanal) ausatmen.

3 Durchgänge:
1. leicht, 2. kräftig und 3. kurz und sehr kräftig.
Jeweils beim Einatmen den Atem unter dem Nabel halten (Ego wird ausgeatmet. Der Zufriedenheit wird Raum gegeben.). Dann abschließend mittleren Kanal visualisieren und spüren.

Wirkung auf die Physis:
Die bewusste Atmung durch den Raumkanal befreit von zu starkem Ego.
Der Raumkanal entspricht dem Erdelement. Ein unreiner Raumkanal erzeugt Blockaden. Energie kann nicht fließen, es entsteht Stagnation. Durch die energetische Reinigung des Raumkanals entsteht (energetischer) Raum, Energie kann wieder fließen.

Sonnenkanal, Mondkanal, Raumkanal:
Wärme (Sonne), Wasser, Wind (Mond) und Erde (Raum) benötigen wir zum Leben. Die Kanäle stehen für die energetische, feinstoffliche Existenz dieser grundlegenden Elemente, die als maßgebliche Kräfte innerhalb der physischen Form des Körpers wirken.

Nadi Shodana (Wechselatmung)

Nadi Shodana ist eine klassische Atemübung aus dem Yoga.
Die Wirkung der Übung ist wissenschaftlich untersucht worden und belegt, dass dadurch eine Synchronisation der beiden Gehirnhälften erreicht wird.

Der Effekt ist, dass die Gehirnwellen der linken und rechten Gehirnhälfte sich angleichen und dadurch eine Harmonisierung von analytischem und intuitivem Denken stattfindet. Zusätzlich werden Störungen wie Depression und Unruhe abgeschwächt.

Einfluss von Nadi Shodana auf das Gehirn:
https://www.yogaderquelle.de/lesesaal/der-einflus-von-nadi-shodana-auf-das-gehirn/

Wissenswertes über das Synchronisieren der Gehirnhälften:
https://www.neuro-programmer.de/gehirnwellen/gehirnhaelften-synchronisieren/

Die Ausführung der Übung ist denkbar einfach.
Man nimmt eine entspannte Meditationshaltung ein und beginnt durch das linke Nasenloch ein zu atmen, während das rechte Nasenloch verschlossen gehalten wird.

Dann verschließt man das linke Nasenloch und atmet durch das rechte Nasenloch aus.

Anschließend atmet man durch das rechte Nasenloch wieder ein. Das linke Nasenloch bleibt verschlossen.
Das ist eine Runde.

Wichtig zu wissen ist, dass jeder Ein- und Ausatemzug jeweils etwa 5-6 Sekunden lang sein sollte…

Die Übung kann 5-10 Minuten durchgeführt werden und eignet sich hervorragend zur Vorbereitung auf die Meditationspraxis!

Nadabrahma-Meditation

Um Missverständnissen vorzubeugen: Nadabrahma steht hier nicht für eine exotische Dame, sondern ist der Name für eine Meditationstechnik, die in Zusammenhang mit dem spirituellen Meister Osho (früher Bhagwan Shree Rajneesh) bereits in den 1970er-Jahren bekannt wurde.
Abgeleitet wurde diese Technik von einer alten tibetischen Meditation.

Bildquelle: Adobe Stock
Bildquelle: Adobe-Stock

Nadabrahma setzt sich aus den zwei Silben Nada (Klang) und Brahma (Welt) zusammen.  „Die Welt ist Klang“. Dies steht für die Bedeutung des Namens, was sich dann auch im Charakter der Übung ausdrückt.

Übende erzeugen während des ersten Teiles dieser 1-stündigen Sitz-Meditation einen Summton und dadurch eine Vibration im ganzen Körper. Was in klassischen tibetischen Meditationen oder im Zen die Achtsamkeit auf den Atem ist und damit als „Anker“ für den Geist dient, das ist bei Nadabrahma die Achtsamkeit auf Klang und Vibration.

Insbesondere die Vibration hat für unser Nervensystem eine sehr positive Wirkung!
Die verlängerte Ausatmung, die durch das Summen entsteht und zur Vibration im Körper führt, erhöht die Aktivität des Parasympathikus („Ruhenerv“) im Verhältnis zum Sympathikus („Stressnerv“). Dies wiederum aktiviert den Vagusnerv, was Glücksgefühle erzeugt und zu innerer und äußerer Entspannung beiträgt. Menschen mit hoher „allostatic load“ (Dauerstress), profitieren sehr davon.

Im zweiten Teil werden die Hände sehr langsam kreisförmig bewegt. Zunächst mit den Handflächen nach oben, dann nach unten. Dabei wird die Abgabe und die Aufnahme von Energie an und vom Kosmos visualisiert.

Die ganze Meditation ist von Musik begleitet, die seinerzeit von Chaitanya Hari Deuter (Georg Deuter), einem Schüler Osho’s, komponiert wurde.

Im letzten Teil folgt eine stille Phase, die im ruhigen Liegen ausgeführt wird. Dabei liegt der Fokus auf der reinen, entspannten Körperwahrnehmung.

Kürzlich habe ich diese wundervolle Meditation wieder entdeckt und war wieder begeistert davon, wie tief sie Körper und Geist entspannt.

Chakra-Loop-Meditation

Die Chakra Loop Meditation ist eine bewegte Atemmeditation, die von einem indianischen Initiations-Ritual abgeleitet ist. Wir verbinden uns dabei mit unseren Chakren.

Diese Meditation wird traditionell im Stehen geübt. Die Beine sollten etwa schulterbreit stehen. Die Knie sind leicht gebeugt. Beim Einatmen wird das Becken leicht nach hinten gebeugt. Beim Ausatmen wird das Becken wieder nach vorne gebeugt.
Möglich ist auch, mit dem Becken eine Kreisbewegung zu beschreiben.
Während der Übung, die von Musik begleitet wird, wandert man in der Vorstellung beim Ein- und Ausatmen durch die einzelnen Chakren. Man kann sich vorstellen, dass man beim Einatmen Energie aus der Erde aufnimmt, diese in ein Chakra leitet und in das nachfolgende Chakra ausatmet. Die Bewegung der Hände und Arme kann den Prozess entsprechend begleiten.

Wann und wo kannst Du teilnehmen?
Schau hier im Blog unter Termine.

EinatmenAusatmenWas geschieht…
1Muladhara (1)Muladhara (1)Bodenständigkeit u. Erdverbundenheit
2Muladhara (1)Swadhisthana (2)Hingabe an alles Irdische
3Muladhara (1)Manipura (3)Im Irdischen aktiv sein, sich begeistern und die Dinge verändern
4Swadhisthana (2)Manipura (3)Aktivität mit Mut und Hingabe
5Swadhisthana (2)Anahata (4)In der Liebe ins Fließen kommen. Sexualität mit Liebe verbinden
6Manipura (3)Anahata (4)Die Liebe als Wegweiser nutzen
7Manipura (3)Vishudda (5)Sich der Verbindung mit allem bewusst sein
8Anahata (4)Vishudda (5)Sich an der Verbundenheit erfreuen
9Anahata (4)Ajna (6)Mit dem Herzen sehen und verstehen
10Vishudda (5)Ajna (6)Verbundenheit klar spüren
11Vishudda (5)Sahasrara (7)Verbundenheit mit allem erfahren
12Ajna (6)Sahasrara (7)Weisheit

Tonglen – Geburtshilfe für Mitgefühl

Tonglen ist seit etwa 1000 Jahren eine Meditationspraxis des tibetischen Shambala-Buddhismus. Übersetzt bedeutet Tonglen Geben und Nehmen, bzw. Aussenden und Annehmen. Die Praxis nutzt den Atem, um Glück zu geben und Leid zu nehmen.

Bildquelle: AdobeStock

Das Prinzip Tonglen sollte nicht als energetisch übersinnlicher Trick verstanden werden, der spontane Veränderungen im Außen zeitigt. Es geht bei dieser Technik alleine um die schrittweise Schulung und das Training des Geistes, was langfristig zu einer echten inneren Entwicklung und Reife führt. Bei dieser Praxis geht es um die Entwicklung von Mitgefühl, Empathie und Herzenswärme. In jedem Fall bewirkt Tonglen im eigenen Bewusstsein die Entwicklung heilsamer Geisteszustände und wirkt sich dementsprechend in der Folge auf das eigene Denken, Fühlen und Handeln aus. Durch die Visualisierung von Schmerz und Leid wird das Sich-Berühren-Lassen gestärkt und die Fixierung auf das eigene Ego wird verringert. Selbstverständlich geht es nicht darum, sich mit dem Einatmen von Schmerz und Leid selbst zu belasten. Es geht vielmehr darum, die eigene Selbstbezogenheit, Gleichgültigkeit und Abgrenzung gegenüber anderen Lebewesen (oder gegenüber sich selbst) zu verringern und sie in Mitgefühl umzuwandeln und das zukünftige Handeln in eine heilsame Form zu verändern. Das übende Bewusstsein wird daraufhin Mittel und Wege suchen und finden, um heilsame Impulse in die Tat umzusetzen. Die Übung des Tonglen nutzt also sowohl der Verbesserung des eigenen empathischen Bewusstseins, als auch anderen Lebewesen, die in der Folge mit dem Übenden in Kontakt kommen.
Eine Falle besteht darin, nur das eigene Leiden in den Fokus der Übung zu stellen und nur dieses eigene Leiden transformieren zu wollen. Der Sinn der Übung besteht aber darin, alle Wesen in den Wunsch nach Glück, Freude und Freiheit von Leiden einzubinden. Das entspricht dem Grundgedanken, dass Wesen nicht voneinander getrennt sind, und dass Glück nichts Exklusives ist. Das Einatmen des Leidens soll nicht als etwas Belastendes empfunden werden. Belastend wird es, sobald ich mich gegen das Leiden wehre und mich davor fürchte. Vielmehr sollte die Vorstellung des Leids als eine Kraft verstanden werden, die mein eigenes Ego auflöst, mich befreit, leichter, offener, mitfühlender und liebevoller macht. Ich öffne mich für alles das, was ist ohne mich dagegen zu wehren. Diese mitfühlende Offenheit und Akzeptanz bewirkt die Entstehung hellen Lichtes, das ich während der Übung an alle Wesen – einschließlich an mich selbst – sende.

Einatmen: man stellt sich vor, dass Schmerz oder sonstiges Leid in Form etwas Dunklem an das eigene Herz herangeführt wird.

Ausatmen: man stellt sich vor, dass helles Licht vom Herzen ausgeht und dorthin gelangt, wo es benötigt wird, um Schmerzen zu lindernoder sonstiges Leid aufzulösen.

Das Tonglen sollte in jedem Fall unter Anleitung erlernt werden, da es eine sehr intensive, tief gehende Praxis ist, bei der einige wichtige Details zur Vorbereitung beachtet werden sollten.