Chakra-Loop-Meditation

Die Chakra Loop Meditation ist eine bewegte Atemmeditation, bei der die Chakren aktiviert und miteinander verbunden werden können.Diese Meditation wird traditionell im Stehen geübt. Die Beine sollten etwa schulterbreit stehen. Die Knie sind leicht gebeugt.Beim Einatmen wird das Becken leicht nach hinten gebeugt. Beim Ausatmen wird das Becken wieder nach vorne gebeugt. Möglich ist auch, mit dem Becken eine Kreisbewegung zu beschreiben.Während der Übung, die von Musik begleitet wird, wandert man in der Vorstellung beim Ein- und Ausatmen durch die einzelnen Chakren.Man kann sich vorstellen, dass man beim Einatmen Energie aus der Erde aufnimmt, diese in ein Chakra leitet und in das nachfolgende Chakra ausatmet.Die Bewegung der Hände und Arme kann den Prozess entsprechend begleiten
Der Übungsablauf:

EinatmenAusatmenWas geschieht…
1Muladhara (1)Muladhara (1)Bodenständigkeit u. Erdverbundenheit
2Muladhara (1)Swadhisthana (2)Hingabe an alles Irdische
3Muladhara (1)Manipura (3)Im Irdischen aktiv sein, sich begeistern und die Dinge verändern
4Swadhisthana (2)Manipura (3)Aktivität mit Mut und Hingabe
5Swadhisthana (2)Anahata (4)In der Liebe ins Fließen kommen. Sexualität mit Liebe verbinden
6Manipura (3)Anahata (4)Die Liebe als Wegweiser nutzen
7Manipura (3)Vishudda (5)Sich der Verbindung mit allem bewusst sein
8Anahata (4)Vishudda (5)Sich an der Verbundenheit erfreuen
9Anahata (4)Ajna (6)Mit dem Herzen sehen und verstehen
10Vishudda (5)Ajna (6)Verbundenheit klar spüren
11Vishudda (5)Sahasrara (7)Verbundenheit mit allem erfahren
12Ajna (6)Sahasrara (7)Weisheit

Tonglen – Geburtshilfe für Mitgefühl

Tonglen ist seit etwa 1000 Jahren eine Meditationspraxis des tibetischen Shambala-Buddhismus. Übersetzt bedeutet Tonglen Geben und Nehmen, bzw. Aussenden und Annehmen. Die Praxis nutzt den Atem, um Glück zu geben und Leid zu nehmen.

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Das Prinzip Tonglen sollte nicht als energetisch übersinnlicher Trick verstanden werden, der spontane Veränderungen im Außen zeitigt. Es geht bei dieser Technik alleine um die schrittweise Schulung und das Training des Geistes, was langfristig zu einer echten inneren Entwicklung und Reife führt. Bei dieser Praxis geht es um die Entwicklung von Mitgefühl, Empathie und Herzenswärme. In jedem Fall bewirkt Tonglen im eigenen Bewusstsein die Entwicklung heilsamer Geisteszustände und wirkt sich dementsprechend in der Folge auf das eigene Denken, Fühlen und Handeln aus. Durch die Visualisierung von Schmerz und Leid wird das Sich-Berühren-Lassen gestärkt und die Fixierung auf das eigene Ego wird verringert. Selbstverständlich geht es nicht darum, sich mit dem Einatmen von Schmerz und Leid selbst zu belasten. Es geht vielmehr darum, die eigene Selbstbezogenheit, Gleichgültigkeit und Abgrenzung gegenüber anderen Lebewesen (oder gegenüber sich selbst) zu verringern und sie in Mitgefühl umzuwandeln und das zukünftige Handeln in eine heilsame Form zu verändern. Das übende Bewusstsein wird daraufhin Mittel und Wege suchen und finden, um heilsame Impulse in die Tat umzusetzen. Die Übung des Tonglen nutzt also sowohl der Verbesserung des eigenen empathischen Bewusstseins, als auch anderen Lebewesen, die in der Folge mit dem Übenden in Kontakt kommen.
Eine Falle besteht darin, nur das eigene Leiden in den Fokus der Übung zu stellen und nur dieses eigene Leiden transformieren zu wollen. Der Sinn der Übung besteht aber darin, alle Wesen in den Wunsch nach Glück, Freude und Freiheit von Leiden einzubinden. Das entspricht dem Grundgedanken, dass Wesen nicht voneinander getrennt sind, und dass Glück nichts Exklusives ist. Das Einatmen des Leidens soll nicht als etwas Belastendes empfunden werden. Belastend wird es, sobald ich mich gegen das Leiden wehre und mich davor fürchte. Vielmehr sollte die Vorstellung des Leids als eine Kraft verstanden werden, die mein eigenes Ego auflöst, mich befreit, leichter, offener, mitfühlender und liebevoller macht. Ich öffne mich für alles das, was ist ohne mich dagegen zu wehren. Diese mitfühlende Offenheit und Akzeptanz bewirkt die Entstehung hellen Lichtes, das ich während der Übung an alle Wesen – einschließlich an mich selbst – sende.

Einatmen: man stellt sich vor, dass Schmerz oder sonstiges Leid in Form etwas Dunklem an das eigene Herz herangeführt wird.

Ausatmen: man stellt sich vor, dass helles Licht vom Herzen ausgeht und dorthin gelangt, wo es benötigt wird, um Schmerzen zu lindernoder sonstiges Leid aufzulösen.

Das Tonglen sollte in jedem Fall unter Anleitung erlernt werden, da es eine sehr intensive, tief gehende Praxis ist, bei der einige wichtige Details zur Vorbereitung beachtet werden sollten.

Die Stück-für-Stück-Methode als Schlüssel zur Meditation

Das Leben ist ein Gefühl

„Verbinde dich mit deinem Atem…“, ist die erste Affirmation bei vielen Meditationssitzungen und tatsächlich fällt es vielen Menschen nicht ganz leicht, konzentriert ihrem Atem zu folgen.
Aber die Atembetrachtung ist eben auch nur eine Methode unter vielen, die zur Verfügung stehen.

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Grundsätzlich dienen jegliche Methoden nur dazu, den Geist zu beruhigen und ihn dadurch auf einem Punkt zu halten, was dann in die Meditation führen kann.
Ist der Geist unruhig und mit wechselnden Gedanken und Emotionen beschäftigt, entspricht es einer Hand, die versucht das Schlüsselloch zu finden.
Ist die Hand ruhig, wird es leicht gelingen.
Ein anderer Vergleich ist ein aufgewühlter See, bei dem wir nur die Oberfläche mit den Wellen sehen können. Erst wenn der See sich beruhigt, können wir in die Tiefe schauen.

Eine Methode, die nicht so bekannt ist, ist die von der buddhistischen Nonne Ayya Khema empfohlene „Stück-für-Stück-Methode“, auf die sich dieser Beitrag bezieht. Das Besondere an dieser Methode ist, dass wir während der etwa 1-stündigen Übung mit unserem Geist – also mit der fokussierten Wahrnehmung – Stück für Stück durch die einzelnen Bereiche unseres Körpers wandern, dort jeweils aufkommende Empfindungen, Gefühle oder Emotionen in ihrer Qualität wahrnehmen, dann wieder loslassen und zur nächsten Stelle weitergehen. Von der Nasenspitze bis zu den Zehenspitzen wird jeder Teil des gesamten Körpers behandelt. Die Betrachtung des Atems spielt bei dieser Methode keine Rolle.


Diese sehr schöne Methode hat vier sehr wertvolle Effekte.
Ein Effekt ist die Stärkung der Konzentrationsfähigkeit, die wir während der Übung brauchen, um eine gewisse Zeit konzentriert und aufmerksam mit dem Geist an einer Körperstelle zu bleiben. Ein weiterer Effekt ist die Verbesserung der Fähigkeit zum Loslassen, die wir brauchen, um von einer Stelle zur nächsten gehen zu können.
Der dritte Effekt ist die Möglichkeit, mit der Stück-für-Stück-Methode selbstverständlich auch ein meditatives Erleben ermöglichen zu können.
Der vierte Effekt ist, dass wir mit dieser Methode in die Lage kommen können, energetische Blockaden in unserem Körper aufspüren, lindern oder gar auflösen zu können.

Heart-Brain-Coherence

Die Verbindung von Herz und Hirn herzustellen, ist eine sehr alte Übung. Dazu sind nur Menschen in der Lage. Die Neurowissenschaft hat festgestellt, dass im Bereich des physischen Herzens Nervenzellen vorhanden sind, die denen des Hirns gleichen. Wir denken also auch mit unserem Herzen! Diese Fähigkeit, diese beiden Zentren unseren Bewusstseins, Denkens und Fühlens zu aktivieren und zu koordinieren, aktiviert Potentiale in uns, die uns bislang verschlossen waren.

Die dreistufige Übung:

Schritt 1

Schließe Deine Augen und richte Deine Aufmerksamkeit weg von der Außenwelt und hin zu Deiner Innenwelt.
Lenke Deine Aufmerksamkeit vom denkenden Geist zum fühlenden Herzen.

Berühre Dein Herz, so, wie es für Dich angenehm ist. Die Aufmerksamkeit geht da hin, wo unser Körper eine Empfindung wahrnimmt.

Schritt 2

Verlangsame Deinen Atem ein wenig. Vielleicht 5 bis 6 Sekunden für jeweils jeden Ein- und Ausatemzug. Wenn Du langsamer atmest, weiß Dein Körper, dass Du Dich sicher fühlst und er wird Deine Biochemie dementsprechend einstellen.

Schritt 3

Nur als Mensch bist Du in der Lage, Dich für ein Gefühl zu entscheiden.In diesem Fall, während Du ruhig atmest und Deine Aufmerksamkeit beim fühlenden Herzen hast, entscheide Dich für das positive Gefühl der Dankbarkeit. Dieses Gefühl. der Dankbarkeit, das Du entstehen lässt, sendet ein Signal, das für die Koppelung von Herz und Hirn verantwortlich ist.

Verweile einige Zeit im Gefühl der Dankbarkeit, während Du weiter ruhig atmest und Deine Aufmerksamkeit bei Deinem Herzen lässt.

Am Ende der Übung nimm noch einmal einen tiefen Atemzug und öffne Deine Augen und nimm den Raum um Dich herum wahr. Spüre, was sich in Deinem Körper verändert hat.

Kundalini-Meditation

Sehr wirkungsvoll ist die Kombination aus Meditation und Bewegung.
In unserer Zeit hatte der spirituelle Meister Osho Meditation und Bewegung in verschiedenen Techniken kombiniert. Eine davon ist die Kundalini-Meditation. Sie besteht aus vier aufeinander folgenden Phasen von jeweils 15 Minuten, wobei die ersten beiden Phasen aktiv und bewegt sind und die beiden letzten Phasen in Stille erfolgen. Alle Phasen, bis auf die letzte Ruhephase, sind von Musik begleitet.
Durch diesen Aufbau schlägt die Kundalini-Meditation im Verlauf der Phasen eine Brücke von achtsamer körperlicher Aktivität hin zu achtsamer Stille.

Bildquelle: Ahmad Odeh, lizenzfreie Bilder auf unsplash.com

Der Begriff Kundalini stammt aus der Mystik Indiens und bedeutet in etwa Schlangenkraft.
Traditionell stellt man sich die Kundalini als zusammengerollte Schlange vor, die im Bereich des Steißbeins am Wurzelchakra (Muladhara) „schläft“. Die Kundalini entspricht grundsätzlich unserer reinen, kreativen Lebensenergie. Man kann sie als energetisches Phänomen bezeichnen, das eng mit unseren körperlichen Energiezentren (Chakren) verknüpft ist.

In der ersten Phase dieser Meditations-Methode lässt man den ganzen Körper sich schütteln. Es kann ein subtiles Zittern bis zum stärkeren Schütteln sein. Der Sinn besteht im Auflockern der inneren Härte. Es ist Befreiung aus der eigenen inneren Enge.

In der zweiten Phase überlässt man sich dem freien Tanz. Der Körper ist frei, sich so bewegen zu dürfen, wie er möchte. Die Energien, die in der ersten Phase geweckt und mobilisiert wurden, finden in der freien Tanzphase Ausdruck.

In der dritten Phase bleibt man an Ort und Stelle unbewegt stehen oder setzt sich still in Meditationshaltung.
In dieser dritten Phase beginnt das stille Verweilen und Beobachten dessen, was in Körper und Geist während der ersten beiden Phasen angestoßen wurde. Herzschlag, Atmung, alles wird deutlicher wahrgenommen und es fällt leicht, den Geist in der gleichmütigen Betrachtung der Vorgänge allmählich zur Ruhe zu bringen.

In der vierten Phase legt man sich flach auf den Boden und entspannt.

Samatha und Vipassana

Samatha und Vipassana sind Sanskrit-Begriffe und beziehen sich auf die beiden Richtungen, in die Meditation gehen kann.

Samatha


Samatha bedeutet ruhiges Verweilen und zielt darauf ab, den Geist durch eine entsprechende Methode zur Ruhe zu bringen.
Samatha ist selbst keine Methode, sondern eine der beiden Richtungen, in die Meditation gehen kann.

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Die stille Sitzmeditation mit Atembetrachtung, ist eine klassische Methode, mit der Samatha geübt wird. Die Betrachtung des Atems ist in diesem Fall das sogenannte Meditationsobjekt.
Übende konzentrieren sich dabei auf die Wahrnehmung der Atembewegung und halten dadurch den Geist fokussiert in dieser Wahrnehmung.
Ein anderes Meditationsobjekt wird in der Stück-für-Stück-Methode verwendet. Hier findet nicht die Betrachtung des Atems statt, sondern die Wahrnehmung der einzelnen Körperbereiche.

Vipassana

Vipassana bedeutet Einsicht in die Natur der Dinge. Es bedeutet Einsicht zu nehmen in sich selbst und die Prozesse und Muster zu erkennen, in denen der Geist arbeitet.
Vipassana ist die andere Richtung, in die Meditation gehen kann.

Mit Einsicht ist hier keine intellektuelle Einsicht gemeint, sondern ein plötzliches, nichtbegriffliches, nichtsprachliches Verstehen, für das in diesem Moment noch keine beschreibenden Worte verfügbar werden. Es ist eine klare Sicht auf ein bestimmtes Thema, für die es keine Argumente braucht.
Klassisch richtet man die Wahrnehmung auf die Verganglichkeit der Dinge, Gedanken und Gefühle (Anicca), auf das Erleben von Unerfülltheit durch z.B. körperliche Missempfindungen oder durch Langeweile oder sonstige Abneigungen (Dukkha) und schließlich auf die Substanzlosigkeit aller Dinge (Anatta). Letzteres bedeutet, dass alles nicht aus sich selbst besteht, sondern das Produkt aus einer Vielzahl von Teilen ist.


Hier werden Samatha und Vipassana auch nochmal schön erklärt:
https://yoga-allach.de/die-buddhistische-ruhe-und-einsichtsmeditation/