Mit Meditation reines Bewusstsein üben

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Im Buddhismus wird empfohlen, sich mit Vergänglichkeit und auch mit dem eigenen Tod kontemplativ zu befassen. Das bedeutet, die absolute Gewissheit des irgendwann eintretenden körperlichen Todes umfassend zu akzeptieren und sich intuitiv damit zu befassen.

In tiefer Meditation, in denen man die sognannten Arupa Jhanas, also die „nicht körperlichen“ Vertiefungsstufen erlebt, erfährt man einen Zustand, der dem körperlichen Tod entsprechen könnte.

In diesen Momenten entspricht es einer körperlosen Erfahrung ohne jegliches Zeitgefühl. Das bedeutet, Zeit ist direkt mit Körperlichkeit verbunden. Gleichzeitig ist es ein unvergleichliches Empfinden der Befreiung und Weite. Das wiederum bedeutet, dass Körperlichkeit im alltäglichen Leben als Last empfunden wird, selbst wenn man sich dieses Zusammenhangs nicht bewusst ist. Neben den Begrenzungen und Problemen des physischen Körpers, zählt dazu auch die Ebene der Gedanken und Emotionen. Gedanken und Emotionen sind Teil von Körperlichkeit.

Was könnte nach dem Eintritt des körperlichen Todes bleiben?

Vielleicht sind es diese Befreiung und Zeitlosigkeit, wie in der tiefen Meditation. In der Meditation wird der Unterschied der Befreiung und Zeitlosigkeit im Vergleich zur körperlichen Last empfunden. Es könnte dasselbe im Moment des körperlichen Todes geschehen.

Was geschieht danach? Natürlich weiß ich das nicht. Es bleibt im Bereich von Vorstellung und Spekulation.

Womöglich werden Befreiung und Zeitlosigkeit als Selbstverständlichkeit empfunden, da jegliche Erinnerung an Körperlichkeit verschwunden ist. Freiheit und Frieden als „Erlebnis“ von Ewigkeit. Ist das reines Bewusstsein? So könnte es sein.

Das vielzitierte „Ruhe in Frieden“ hätte damit wirkliche Bedeutung. Frieden in der Bedeutung des Wegfalls aller Last und der Auflösung jeglicher Begrenzungen.

Selbstverständlich muss man nicht tot sein, um Befreiung und Weite zu erfahren. Es soll aber verdeutlichen, dass Befreiung und Weite nicht durch Körper und äußere Bedingungen erreicht werden können.

Befreiung, Freiheit, Weite und Grenzenlosigkeit sind Ergebnis innerer Entwicklung.


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