Wenn du dich nach einer Meditations-Session müde fühlst, ist das ein Zeichen, dass du deinen Körper entspannt hast. Ganz sicher warst du auch vorher schon müde, hattest die Müdigkeit aber mit Aktivität und Anspannung überdeckt.

Mit der Meditation bist du zur Ruhe gekommen und du hast die Anspannung losgelassen und spürst jetzt deine Müdigkeit.
Das Entspannen des Körpers ist eine Begleiterscheinung von Meditation. Mit Techniken wie der Atembetrachtung entwickeln wir Samatha (Ruhe), das parasympathische Nervensystem wird aktiv Stresshormone werden reduziert, die wechselhafte Gedankentätigkeit beruhigt sich und der Körper entspannt.
Ruhe ist eine Voraussetzung, um überhaupt erst in Meditation zu gelangen! Die vordergründige Ruhe und Entspannung ist aber noch nicht die Meditation. Es ist eine Vorstufe. Wenn du in diesem Stadium deine Session beendest, weil die Zeit abgelaufen ist, oder weil du immer wieder eingenickt bist, dann hast du Ruhe und körperliche Entspannung erreicht, aber noch keine Meditation erlebt.
Viele Menschen kommen zur Meditation, weil sie sich Ruhe und Entspannung vom Stress des Alltags wünschen. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden, aber dafür muss man keine Meditations-Seminare besuchen. Dafür reichen Entspannungstechniken.
Meditation geht tiefer! Mit “tiefer” sind Stufen der Meditation gemeint, auf denen der Geist ruhig und entspannt ist und darüber hinaus immer klarer, entspannter und wacher wird. Das geschieht bereits auf den ersten beiden Stufen der meditativen Versenkung (siehe Rupa Jhanas).
Wenn du Meditation wirklich erreicht hast in deiner Session, wirst du sie beenden und dich wach und erfrischt fühlen. Eine der Wirkungen von Meditation ist die Erholung für Körper und Geist.

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