Wenn ich mich während meiner Meditations-Übung auf meinen Atem zu konzentrieren versuche, passiert es sehr schnell, dass mein Geist damit beginnt zu kommentieren und zu beurteilen.
Sehr oft ist einem das nicht lieb. Man will das Geschwätz abwehren, still machen. Diese Abwehr ist nichts Anderes, als eine weitere Komponente von Geschwätz, das der Geist mit sich führt. Es sind Gedankeninhalte des Nicht-Wollens, der Abneigung. Es ist Verurteilung.
Tatsächlich ist es lediglich die erinnerte Wiederholung, wie ich gewöhnlich mit mir selbst und anderen Menschen im Alltag auf unheilsame Weise kommuniziere. Das muss mir in diesen Momenten bewusst werden.
Es ist daher gut und wichtig, im Alltag immer wieder heilsame Rede zu üben. In der Meditations-Übung wird dann das Geübte seinen Platz finden und das heilsamer gewordene Geschwätz kann dadurch zu einem Helfer werden, um mich auf liebevolle Weise in meine Atembewegung entspannen zu können.
Es ist dann nicht mehr abwehrend, verurteilend. Es ist nicht mehr negativ, sondern beruhigend, annehmend. Da ist dann kein Gegeneinander mehr, sondern ein Miteinander, das mich in die Stille führt.
Ebenso wird mein heilsameres Kommentieren in der Meditations-Praxis sich dann auch wieder auf eine heilsamere Rede im Alltag auswirken. Beides wirkt sich aufeinander aus.

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