Methoden und ihre Wirksamkeit

Aktive Methoden

Aktive Methoden umfassen Praktiken, die vor allem durch körperliche Bewegung ausgeführt werden. Dazu zählen Tanzmeditationen, meditative Gehübungen sowie achtsame Handlungen im Alltag.
Nadabrahma
Kundalini
Awareness-Walk

Stille Methoden

Stille Methoden verzichten bewusst auf körperliche Bewegung und minimieren äußere Reize, um Ablenkungen zu vermeiden.
Ruhe- und Einsichtsmeditation
Stück-für-Stück-Meditation

Vergleich aktiver und stiller Methoden

Eines muss von vornherein klar sein, Methoden sind niemals die Meditation selbst!

Sie sind lediglich hilfreiche Werkzeuge, um den Zugang zur Meditation zu ermöglichen. Selbst wenn ich eine Methode perfekt beherrsche, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass ich tatsächlich meditiere. Es könnte sein, dass ich nur eine erlernte Technik abspule, die nichts mit Meditation zu tun hat. Die Methode dient einzig dazu, den Geist zu beruhigen und ihn in einen Zustand entspannter Konzentration zu führen, aus dem heraus die Meditation entstehen und sich vertiefen kann.

Methoden, die kaum ablenkende Reize bieten, sind wirkungsvoller für das Erreichen von Meditation..

Warum ist das so?

Methoden gibt es viele. Hunderte, aus verschiedenen Zeiten und Traditionen. Aktive und passive. Stille und solche, die von Medien unterstützt werden.

Unser Geist sucht immer nach Beschäftigung und wechselt dabei von einem Reiz zum nächsten und vergleicht und bewertet die Reize, um zu lernen. Konzentration auf eine Sache ist also von Natur aus nicht seine Stärke.

Bei seiner wechselnden Beschäftigung mit verschiedenen Reizen bleibt er immer auf einer oberflächlichen Ebene der Wahrnehmung und Reizverarbeitung.
Natürlich hat das auch einen Sinn. Die Evolution hat alle Wesen, wie natürlich auch uns Menschen, mit perfekten Überlebens-Strategien ausgestattet. Daher sind unsere Sinne immerzu wie Antennen nach außen gerichtet, um Gefahren und Chancen schnell erkennen zu können.

Unsere Sinne sind von Natur aus wie Antennen nach außen gerichtet…

Meditation ist eine Reise nach innen. Wir richten in der Meditation unseren Geist nach innen und weniger nach außen, weil wir die vielfältige Natur unseres Geistes auf den tieferen Ebenen erkunden und entwickeln wollen. Dort kommen wir wirklich in Verbindung mit uns selbst. Es ist die Voraussetzung, um uns selbst und unsere Potentiale erkennen und entwickeln können.

Meditations-Methoden, die wenig Ablenkung von außen anbieten, führen direkter und tiefer in die Meditation. Es sind Methoden, die in Stille mit inneren Meditationsobjekten, wie Atembetrachtung, praktiziert werden.

Je weniger ablenkende Reize, desto besser…

Solche Methoden sind schwieriger zu praktizieren, weil unser Geist daran gewöhnt ist immer wieder abzuschweifen, indem er nach Reizen sucht, um ihnen zu folgen.

Methoden, die mit musikalischer Begleitung oder mit sprachlicher Anleitung ablenkende Reize anbieten, bedienen die abschweifende Gewohnheit des Geistes und halten den Geist eher im Grenzbereich zum Eintritt in die Meditation.

Stille Methoden sind für Übende besonders empfehlenswert, die bereits Erfahrung mit Meditation gesammelt haben und ihr meditatives Erleben vertiefen wollen.

Aktive Methoden eignen sich vor allem für Anfänger der Meditationspraxis, um erste Erfahrungen mit meditativer Innenschau zu sammeln.


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