Klares Erkennen, wenn es um Meditation geht, muss genau erklärt und verstanden werden.
Gewöhnlich bezeichne ich etwas als Erkanntes, wenn mein Verstand mit etwas konfrontiert wird, das er bereits kennt. Ich kann ein Ding, eine Person oder ein Ereignis intellektuell erkennen, weil ich schon zuvor einmal damit konfrontiert wurde. Es kommt aus der Erinnerung in mein Bewusstsein.
Wenn es um eine meditative Erfahrung geht, in der ich etwas erkenne, dann entspricht es einem Gefühl. Es ist ein Erleben. Es ist kein intellektuelles Wissen, das als Erkennen aus der Erinnerung in meinem Bewusstsein eine Verunreinigung erzeugt.
Meditatives Erkennen ist eine kristallklare Unterscheidung. Hier ist das klare, beobachtende Bewusstsein und dort ist der Gedanke oder die Empfindung oder die Emotion als momentane geistige Bewegung. Das erkennende Bewusstsein ist frei vom Erkannten. Es ist leer.

Meditativ Erkanntes wird als momentane Bewegung im Geist erkannt, die das Bewusstsein in keiner Weise beunruhigt.
Das Bewusstsein ist in diesem heiligen Moment vollkommen klar und still.
Es ist der klare und vollkommen entspannte Beobachter.

Hinterlasse einen Kommentar